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zuletzt aktualisiert am 29.12.2008

 

Johann von der LINDEN

geboren ca. 1630  "im Bergischen", Eisenkaufmann in Dordrecht (1658)
gestorben am 15.09.1695 in Dordrecht.

Er ist ein Sohn des Lintorfer Schmiedes und Kirchenältesten Adolph Heintges. Der Name des Vater erscheint gelegentlich in den Dordrechter Notariatsakten und lässt bereits die Vermutung zu, dass dieser Zweig der Familie in die Geschäfte des Coenraet Damisz. van der Linden eingebunden ist.

Bei der kirchliche Trauung am 12.05.1658 in Dordrecht mit Catharina RUITENBURG wird er als Kaufmann und Junggeselle aus dem Bergischen Land bezeichnet. Seine Ehefrau ist die Nichte der Elisabeth Ruitenburg, der zweiten Ehefrau seines Onkels Coenraet Damisz. van der Linde. (siehe auch Ruitenberg-Verbindungen mit der Familie von der Linden unter IIa)

Am 28. Dezember 1677 legt Adolph van der Linden die Meisterprüfung ab und wird Münzmeister der "Munt van Holland te Dordrecht". (Quelle: W. Dolk, Het Serment van de Munt van Holland te Dordrecht, in: Jaarboek van het Centraal Bureau voor Genealogie, deel V ['s-Gravenhage 1951], p. 157) - Sein Porträt (oben links), 1677 gemalt von Anthony Vreem, wurde dem 1674 entstandenen Gemälde "De Muntmeesters", von Samuel van Hoogstraten, nachträglich hinzugefügt. Das Gemälde hängt heute im Dordrechter Museum.


Im Jahr 1692 kauft er das Familiengrab Nr. 68 in der Grote Kerk in Dordrecht auf 30 Jahre. Seine unverheiratete Tochter Agathe kauft dieses, und auch das daneben liegende Grab Nr. 69, im Jahr 1722 erneut - für sich und alle Nachkommen des Johann von der Linden.

In nebenstehendem Testament vom 4 Aug. 1694, aufgenommen von Notar Fr. Beudt in Dordrecht, bestimmt Johannes van der Linden, Kaufmann in Dordrecht, seine Kinder Anna, Aechtgen , Catharina, Johanna, Adolf und Grietgen van der Linden - oder, falls er vor ihnen versterben sollte deren legitime Nachkommen, zu gleichen Teilen als seine Universalerben. Adolf und seine Schwestern sind gehalten seine Geschäfte innerhalb von 6 Monaten nach seinem Tod nach bestem Wissen und Gewissen abzuschließen, die vorhandenen Waren zu verkaufen und die Schulden zu bezahlen. Seine anderen Kinder: Johannes, Coenraet und Cornelia van der Linden oder deren legitime Nachkommen erhalten eine Summe von 2.500 Gulden, sowie ihren 1/9 Anteil der Summe von 20.000 Gulden, den ihre verstorbene Mutter Catharina Ruijtenberg ihnen gemäß ihrem letzen Willen vermacht hat. Coenraet und Cornelia sollen bis zu ihrem 40. Lebensjahr nur Nutznießer dieser Summe sein. Dieses übersteigt den ihnen gesetzmäßig zustehenden Erbanteil. Falls sie Einspruch erheben sollten, erhalten sie nur den Pflichtanteil wobei dann die Summen berücksichtigt werden sollen, die sie bereits von ihrem Vater erhalten haben und während seiner Lebzeit noch erhalten werden. Er wünscht, dass sein Sohn Adolf, der sich um seine Geschäfte kümmert, zusätzlich zu diesem Erbteil sein Wohnhaus, Warenhaus mit Lager und allem Zubehör sowie alle in diesen Gebäuden befindlichen beweglichen Sache im Nieuwe Haven übernimmt. Zu Nachlassverwaltern bestimmt er seinen vorgenannten Sohn Adolf van der Linden und Jacob van Slingelant, Mitglied des Rates von Dordrecht.


Das Grab der Familie von der Linden in der Grote Kerk Dordrecht
Die Ehefrau des Johann van der Linden, Catharina Ruijtenberg, verstirbt am 19 Oktober 1691 (een baar voor de huisvrouw van Johannis van der Linden op de haven bij de Houten Brug), Johann van der Linden, der Sohn des Lintorfer Schmiedes, stirbt am 16. September 1695 (een zwarte baar voor Johannis van der Linden op de Dwarskaai, koopman in ijzer, vier maal luiden) und wird im Familiengrab in der Dordrechter Grote Kerk beigesetzt.

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