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zuletzt aktualisiert am 10.10.2010

Dam HEINTGES

Hufschmied, geboren ca. 1560, gestorben am 10. April (161?) in Lintorf

In den Rechnungsbüchern der St. Anna Gemeinde in Lintorf ist aufgeführt, dass Meister Dam Heintges 1602 Schmiedearbeiten auf dem Turm der St. Anna-Kirche für 6 Gulden ausführt und einen Anker an der großen Glocke für 1 Gulden herstellt. 1606 bezahlt er für einen halben Morgen am Lüttelen Berg Pacht..

Im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf (Sign. JB II - Geistliche Sachen B2 Nr. 1002 -II) befindet sich ein Liste "Ungefehrliche Vertzeichnuß der Evangelischer Kirchen zu Ratingen einverleibter Personen" von 1611. Hier sind 11 Lintorfer Haushalte aufgeführt, darunter "Dham Heintges, dessen Hausfraw und Gesindt".

Die Schmiede der Familie Heintges befand sich dort, wo heute das ehemalige Rathaus des Amtes Angerland steht. Das Grundstück gelangt im 18.Jahrhundert durch Heirat der Ururenkelin des Dam Heintges, Elsgen Heintges, mit Henrich am Niederstein an die Familie Stein, die es später an die Gemeinde Lintorf verkauft.

Über den 161? verstorbenen Dam Heintges ist ausser den oben zitierten Daten und den Resten einer Inschrift, die man noch auf der Rückseite des Grabsteins an der St. Anna Kirche entziffern kann, nur bekannt, dass er 3 Söhne aus erster Ehe hatte, nämlich Conrad, Heinrich und Adolf und (gemäß einem Testament des vorgenannten Sohnes Conrad) weitere Kinder aus einer späteren Ehe mit einer Frau namens Hilleken.

Folgendes kann man auf der Rückseite des Grabsteins noch entziffern.

Ao 1618?*    DEN X
APPRIL IST M DAM HEINT
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HERRN ENTSCHLAFEN
SEINES ALTERS 6(3?) A S M
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*NB: Ursprünglich hatte ich 162? gelesen. Mit neuer, besserer Kamera kann man
aber ganz klar 161 lesen und dahinter eine Zahl die eine 3, 6 oder 8 sein könnte.

 

 

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