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Christoffel HEINTGES zu KOPERS

getauft am 14.04.1658 in Ratingen, gestorben am 05.03.1704 in Lintorf.

Bereits als 15jähriger übernimmt er nach dem Tod seines Vaters den Pachtvertrag mit der Abtei Werden und wird am 26. August 1673 gemeinsam mit seiner Mutter Anna Schwitzers mit dem Koppersgut behandet. Anna Schwitzers heiratet im Jahr darauf den Willem Weinbeck aus Ratingen, der Pachtvertrag bleibt jedoch auf Christoffel und seine Mutter bestehen, auch als sie nach Willem Weinbecks Tod den Anton Hinoven vom Scheidt heiratet.

Am 5. März 1704 teilt Daniel Heintges der Abtei Werden mit, dass Christoffel verstorben sei und am 7. wird die Churmut, ein Pferd, abgeholt.
(Nach dem Tod eines Pächters müssen seine Erben diese Churmut, eine Art Steuer, an den Hofherren bezahlen, um das in Frage stehende Grundstück oder den Hof weiter bewirtschaften zu dürfen. Das Koppersgut ist ein Pferds-Churmut-Gut - das heißt, die Churmut entspricht dem Wert des besten Pferdes auf dem Hof). Da aber "selbiges alt, schlecht undt abgetrieben geweßen" wird die Churmut mit acht Rhtlr. veranschlagt.

Der Pachtvertrag wird vorübergehend von Daniel Heintges übernommen, aber es scheint, dass die Familie nicht in der Lage ist, die Churmut zu bezahlten. Sein Bruder Adolph schreibt noch im gleichen Jahr an die Abtei Werden und bittet um Nachlass der Steuer. Am 13.10.1704 erscheinen dann der Anton vom Scheid und sein Stiefsohn Daniel Heintges mit Antons Enkel Gottfried am Scheid in der Abtei Werden und der Vertrag wird auf Gottfried am Scheidt und Anna Schwitzers übertragen. Wilhelm am Scheidt (der Vater des Gottfried und Sohn des Anton vom Scheidt), der mit Daniel und Adolphs Schwester Catharina verheiratet ist, bezahlt die noch offenen Schulden in der Abtei Werden am 29. November 1704.

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